Man möchte gar nicht glauben, dass How To Loot Brazil aus Westfalen kommen: Post-Punk-Indie-Electro mit Riot-Girl-Attitude.
Ihre Musik lief im Radio von Buenos Aires über San Diego und Neu-Delhi bis zur alteingesessenen BBC in London, wurde hundertfach von DJs aus aller Welt geremixt und hunderttausendfach gestreamt – und bewegt sich trotzdem noch immer weit unterhalb des Checker-Radars. How To Loot Brazil sind ein Paradebeispiel für gelebte Underground-Kultur und Do-it-yourself, mit einem beachtlichen Output: acht Alben, eine EP und über 30 liebevoll selbstproduzierte, trashige Videos.
Auch prominente Künstler bedienen sich der Vocals aus Soest – vom niederländischen Hardcore-Producer Never Surrender über den brasilianischen DJ Mojjo und die französischen Mash-up-Käuze French Fuse bis hin zu einem Feature mit US-HipHop-Star Kodak Black, das es bis auf Platz 3 der US Billboard Charts brachte. Die Fachpresse im In- und Ausland freut sich ebenfalls: Das OX nannte sie die „beste deutsche Indie Band“, das VISIONS befand, sie seien „besser als die Band wohl selbst ahnt“.
Am Ende geht es aber um Live-Musik. Als Full Band bündeln How To Loot Brazil alles, was den originalen HTLB-Sound ausmacht: naive Spielfreude in der Open-World-Genre-Sandbox zwischen Pop, Punk, Synthwave und Tech-House, supergroovy Basslines, Melodien für Millionen, ein gewisser Trash-Faktor und jede Menge Uncoolness und Selbstironie. Haltung inklusive, auch textlich – pro Love, contra Rechts und Gesocks.
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